Jusos: CDU will heimische Wälder abholzen

Mittwoch, 30.06.10

Jusos: CDU will heimische Wälder abholzen

Kategorie: Jusos Rheingau-Taunus

Keine Angst vor roten Blinklichtern / Absage an Atomkraftwerke im Rheingau

RHEINGAU - Gegen die Forderung der Partei- und Fraktionsvorsitzenden der Rheingauer CDU-Vorsitzenden, die sich jüngst gegen Windräder im Rheingau ausgesprochen haben, weil sie sich vor roten Blinklichtern in der Nacht fürchten und stattdessen auf die Rodung heimischer Wälder setzen, melden die Rheingauer Juso-Arbeitsgemeinschaften und die Jusos Rheingau-Taunus Bedenken an.

„Wer für den Rheingau etwas Gutes will, darf dies nicht auf Kosten unserer attraktiven und kostbaren Wälder tun, sondern muss klugen Gebrauch von unserer historisch gewachsenen Kulturlandschaft nehmen“, so die Jusos.

Die Jusos unterstützen die CDU hingegen dabei, das kulturelle Erbe im Naturpark Rheingau-Taunus zu bewahren. Als kulturelle Weiterentwicklung schlagen die Jungsozialisten daher die touristische Vermarktung der Erneuerbaren Energieversorgung vor. Die Vision einer Region, die sich schon in naher Zukunft zu 100% aus regenerativen Quellen versorgen kann, kann den Gästen des Landkreises dabei auf sehr attraktive Art "zugänglich" gemacht werden: „Wie wäre es denn, die Windkraftanlagen, wenn sie denn überhaupt einmal gebaut werden, mit Aufzügen auszustatten, denn das Besucherzentrum auf 130 Meter Höhe – und nicht wie von der CDU suggeriert 300 Metern und mehr – verspricht bestimmt ganz neue Einblicke und Verständnisse für das Ökosystem der Heimatregion?“, fragen die Jusos.

In diesem Zusammenhang bekräftigen die Rheingauer Juso-Gremien auch noch einmal ihren Beschluss aus dem Jahr 2007, in dem sie sich nachhaltig gegen den Bau eines oder mehrerer Atomkraftwerke im Rheingau aussprechen. Dies sei nach Ansicht der Jusos notwendig, da die CDU auf Bundesebene derzeit am Atomaussteig rüttele und sich eine Vielzahl von CDU-Politikern sogar für den Bau neuer Atomkraftwerke stark machen, vor gut zwei Jahren sogar noch der scheidende CDU-Ministerpräsident Roland Koch höchstpersönlich.

„Atomkraftwerke passen nicht in unsere Landschaft. Zudem stellen sie einen Rückschritt bei der ökologischen Neuausrichtung der Energiepolitik unseres Landes dar“, betonen die Jusos zudem. Naturparks wie der Rheingau-Taunus, Welterbestätten wie das Obere Mittelrheintal und Standorte in der Nähe von touristischen Fernwander- und Radwanderwegen sowie kulturhistorisch bedeutsame Bauwerken kommen für die Jusos grundsätzlich nicht für Atomkraftwerke in Frage.